1. Mannschaft - FC Rätia Bludenz 4:0 (2:0)
Landesliga, 22.Runde, 22.05.10
Aufstellung: Rene Morscher; Martin Bilgeri, Gebhard Gmeiner, Daniel Wiesflecker, Manuel Endres (81. Serkan Toy); Alexander Gmeiner, Christoph Sohm, Klaus Sohm; Jan Gmeiner, Stefan Betsch (80. Mathias Ilmer), Goran Djurasic (88. Michael Türtscher)
Blitzstart für den FC Sohm Alberschwende im Spiel gegen den FC Rätia Bludenz in der 5. Spielminute: nach einer abgewehrten Ecke kam der Ball zu Martin Bilgeri, der flankte auf den langen Pfosten, wo Goran Djurasic mit dem Kopf den Ball zur Mitte brachte und Alexander Gmeiner zum 1:0 einnicken konnte. Nachdem Stefan Betsch in der 10. Minute die nächste Großchance hatte, den Ball aber unbedrängt über das Tor hob, kam die Vermutung hoch, dass ein überlegenes Spiel der Hausherren mit einem zu erwartenden hohen Sieg begonnen hatte.
Ein hoher Sieg sollte es werden, aber von einem klar überlegenen Spiel konnte nicht unbedingt die Rede sein, denn nach der ersten Viertelstunde übernahmen die Gäste aus Bludenz immer mehr das Kommando im Mittelfeld, und ab der 30. Minute gab es auch einige hervorragende Einschussmöglichkeiten für die Oberländer. Die größte davon sicher in der 30. Minute, als sich Daniel Wiesflecker nach einem unnötigen Fehlpass in der Alberschwender Vorwärtsbewegung nur mit einem Foul zu helfen wusste und Marko Zdravkovic den fälligen Freistoß ans Lattenkreuz donnerte. Noch in derselben Minute die nächste Chance für Marko Zdravkovic, als er aber beim Versuch, Torhüter René Morscher zu umkurven, den Ball verstolperte.
René Morscher musste an diesem Nachmittag oft eingreifen und tat dies stets mit Bravour, so auch in der 33. Minute, als er einen Schuss von – wen wundert’s? – Marko Zdravkovic zur Ecke klären musste.
Zu diesem Zeitpunkt wäre der Ausgleich durchaus verdient gewesen, es kam jedoch anders. Goran Djurasic wurde wieder zum Assistgeber, als er sich rechts in seiner bekannt zweikampfstarken Art gegen seinen Gegenspieler durchsetzte, den Ball ideal zu Klaus Sohm passte, der überlegt und ohne jede Hektik zum 2:0 einschob. Kapitän Klaus Sohm war es auch, der in der 43. Minute mit der Zehenspitze noch beinahe eine Flanke von Martin Bilgeri zum möglichen 3:0 verwertete.
In der zweiten Halbzeit änderte sich vom Charakter des Spiels wenig. Die Bludenzer spielten gut mit, hatten zum Teil auch die besseren Chancen, Alberschwende machte die Tore. René Morscher hatte schon den ersten Schuss von Marko Zdravkovic parieren müssen (50.), als Martin Bilgeri aus spitzem Winkel abzog und Gästekeeper Sezer Karakas den Ball ins Toraus abwehrte. Der folgende Eckball von Stefan Betsch landete genau auf dem Kopf von Daniel Wiesflecker, der den Ball in die Maschen wuchtete und den Spielstand auf 3:0 erhöhte (58.).
Nur sechs Minuten später die endgültige Entscheidung. Bei einem steil auf Stefan Betsch gespielten Ball griff der im Abseits stehende Jan Gmeiner nicht ein, sodass Stefan Betsch allein aufs Tor zog, routiniert Sezer Karakas umkurvte und das 4:0 markierte (64.).
Wer damit gerechnet hätte, dass die Spieler der Rätia aus Bludenz nun den Kopf in den Sand stecken und die Partie ohne große Anstrengungen zu Ende spielen würden, sah sich getäuscht. Die Bemühungen der Gäste hätten mindestens ein Tor verdient gehabt. In der 68. Minute klatschte der Ball nach einem Schuss von Mustafa Kücük auf die Querlatte, der Nachschuss von Samir Luiz Sganzerla führte zu einem Eckball. Der Torschuss von Darko Grujcic nach diesem Eckball landete schon wieder auf der Querlatte.
Ob es nun Marc Bertelt war, dessen Schuss knapp am Tor vorbei ging (73.), oder Marko Zdravkovic, der zum wiederholten Male in René Morscher seinen Meister fand (78.), oder Hakan Öztürk, der René Morscher zu einer weiteren tollen Parade zwang (79.), oder Dominik Visitainer, dessen Schuss knapp am Kreuzeck vorbei flog (79.), keinem Bludenzer war es an diesem Nachmittag vergönnt, ein Tor zu erzielen. Den Schlusspunkt bildeten wieder einmal Marko Zdravkovic und René Morscher, und auch in diesem letzten Vergleich der beiden Hauptakteure auf beiden Seiten blieb der Alberschwender Schlussmann Sieger (85.).
Am Ende jubelten die Alberschwender über einen nicht unverdienten, in dieser Höhe aber klar zu deutlich ausgefallenen Sieg. Unsere Mannschaft bleibt damit auf dem Sprungbrett zu den Aufstiegsplätzen.